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Wie hat die Rechnungslegung zu erfolgen?

Inhalt

Abhängig von der Größe gibt es unterschiedliche Rechnungslegungsvorschriften für kleine, mittelgroße und große Vereine. Die Einteilung nach Größenklasse zieht folgende unterschiedliche Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten nach sich.

Kleine Vereine sind gemäß § 21 VerG grundsätzlich zur Führung einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sowie zur Aufstellung einer Vermögensübersicht (Aufstellung der Aktiva und Passiva) verpflichtet. Die Vermögensübersicht soll über die finanzielle Situation eines Vereins Aufschluss geben.

Mittelgroße Vereine haben einen Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) aufzustellen, wenn deren gewöhnliche Einnahmen oder gewöhnliche Ausgaben in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Schwellenwert von EUR 1 Million überschreiten (§ 22 Abs. 1 VerG).

Lediglich „gewöhnliche“ Einnahmen und Ausgaben werden als Bemessungsgrundlage für die Größenklasse herangezogen.

Ein um einen Anhang erweiterter Jahresabschluss sowie eine zwingende Abschlussprüfung durch einen besonders qualifizierten Abschlussprüfer sind in folgenden beiden Fällen notwendig:

  • wenn die Einnahmen bzw. Ausgaben in zwei aufeinanderfolgenden Jahren die Grenze von EUR 3 Millionen übersteigen bzw.
  • wenn die Spendeneinnahmen jeweils über EUR 1 Million betragen haben (§ 22 Abs. 2 VerG).

Im Anhang sind Details wie Mitgliedsbeiträge, öffentliche Subventionen, Spenden sowie Einkünfte aus wirtschaftlichen Tätigkeiten auszuweisen.

Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Jahresabschlusses für mittelgroße und große Vereine entfällt, sobald die genannten Schwellenwerte in zwei aufeinanderfolgenden Rechnungsjahren unterschritten werden.

Unabhängig von der Vereinsgröße hat der Vereinsvorstand dafür Sorge zu tragen, dass innerhalb von fünf Monaten nach Ablauf des jeweiligen Rechnungsjahres der Jahresabschluss bzw. bei kleinen Vereinen die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung samt Vermögensübersicht aufgestellt wird. Im Anschluss daran werden die Rechnungsprüfer des Vereines tätig, die ihre Prüfung innerhalb von vier Monaten durchzuführen haben (Prüfungsbericht). Das Rechnungsjahr darf vom Kalenderjahr abweichen, jedoch nicht mehr als zwölf Monate überschreiten.

Die aus dem Rechnungswesen gewonnenen Daten dienen auch als Grundlage für eine allfällige Steuerbemessung. Vereine sind zur Buchführung nach steuerlichen Bestimmungen verpflichtet, wenn ein land- und forstwirtschaftlicher Geschäftsbetrieb die Buchführungsgrenze von EUR 550.000,00 Umsatz bzw. die Einheitswertgrenze von EUR 150.000,00 überschritten hat (§ 125 BAO) oder sich eine Buchführungspflicht nach dem Vereinsgesetz, dem Unternehmensgesetz oder anderen Gesetzen ergibt oder freiwillig Bücher geführt werden.

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